Kabeljaufilet mit Bacon

Mein liebes Engelchen,

kennst Du das auch? Manchmal hat man keine Zeit oder keine Lust nach einem Langen Tag großartig einzukaufen, und dann noch langwierige Vorbereitungsprozeduren zu durchlaufen, nur um etwas leckeres und nahrhaftes zu essen auf den Tisch zu bekommen…
Es geht aber auch anders: In Folge dessen ist nämlich dieses Quick&Dirty-Rezept entstanden. Ich brauchte eigentlich nur den Fisch, alles andere hatte ich zu Hause. Der Rest ging dann schnell. Viel Spaß damit.

Dein Teufelchen.


Die klassischen Kombination von Bacon mit Eiern kennst Du ja, auch die mit Wurst oder Fleisch, Datteln oder anderen Süßigkeiten sind einfach köstlich. Auch als Solokünstler begegnete er uns beiden schon in saftig-süßem bis knusprig-krossem Gewand.
Und Bacon mit Fisch? Fleisch mit Fisch? Geht das? Das funktioniert wirklich gut:

Hier möchte ich Dir eine wirklich einfache und schnelle Variation von Fisch mit Bacon zeigen, es schmeckt köstlich. Variationen sind leicht möglich und schmecken alle gar sehr lecker. Das Kabeljaufilet Müllerinart kennst Du vielleicht schon. Dieses habe ich ein wenig abgewandelt und unsere geliebte salzig-rauchige Zutat zugefügt:

Kabeljaufilet mit Bacon umwickelt und in Gänseschmalz gebraten
hier mit Schwarzwurzeln in Honig und Kartoffeln

1420816008_Knife5-15 Minuten  1420815724_clock 30 Minuten

Für den Kabeljau brauchst Du nicht viel:
2 Kabeljaufilets (frisch oder auch TK in guter Qualität)
Mehl zum mehlieren
2 Scheiben dünnen Bacon
2 TL Gänseschmalz (rein)
Milch
Pfeffer
Salz

Für die Vinaigrette verwendest Du folgende Zutaten:
Zitronensaft (frisch) einer 1/2 Zitrone
4-5 EL Olivenöl
1 rote Chili (frisch)
1 EL gehackter Dill (frisch)
Eine Prise Pfeffer (gemahlen oder gemörsert)
Eine Prise Salz
1 TL Zucker

Dieses Variationen funktionieren gut:
Frische Kräuter der Saison (Schnittlauch, Petersilie usw.). Wenn Du nicht ohne Sauce kannst, dann probiere doch mal eine Frankfurter Grüne Sauce oder ein Joghurt-Kräuter-Dressing. Sautieren funktioniert mit Öl, welches einen hohen Rauchpunkt hat (z. B. Rapsöl) oder anderen „Wärmeleitern und Geschmacksträgern“ ;-), alles ist erlaubt.

Als Beilagen kann ich Dir folgende empfehlen:
Salat jeder Art nach Saison und Belieben, Rührei, Kartoffeln oder gebutterter Wildreis (z. B. mit Nüssen und Rosinen: Hierzu habe ich eine schöne süss-warme Vinaigrette, die findest Du beim Chicoréesalat).

Los geht’s:
Falls Du es nicht ohnehin schon gemacht hast. Hole den Fisch aus dem Kühlschrank, so dass er später nicht eiskalt in der Pfanne landet.
Schäle zuerst Die Kartoffeln, danach werden diese geviertelt und in kaltem Salzwasser aufgesetzt. Diese kochst Du dann gar. Zeitgleich startest Du mit der Gemüsebeilage, also den Schwarzwurzeln. Diese einfach mit ein wenig Wasser, Butter, Zucker und Salz aufsetzen. Mit der Zeit verdampft das Wasser und es entsteht eine Schwarzwurzel-Butter-Jus. Jetzt nur noch mit Pfeffer und Kräutern abschmecken.
Nachdem die Kartoffeln dann 10 Minuten auf geringster Hitze ausdampfen konnten, sind sie fertig. Wenn Du die Kartoffeln zum Ausdampfen bereitstellst, hast Du genug Zeit Dich um den Kabeljau zu kümmern.

Zwei Gefäße hernehmen, in das eine gibst Du Mehl, in das andere gesalzene Milch. Die Kabeljaufilets ziehst Du dann erst durch die Milch und dann durch das Mehl. Den Bacon legst Du nun unter das Filet und schlägst ihn ein (also den Bacon). Eine Scheibe Bacon pro Fisch gibt schon sehr viel Geschmack ab. Das kannst Du ganz nach Belieben mit mehr oder weniger Bacon machen. Das Gänseschmalz erhitzt Du in der Pfanne bei mittelstarker Hitze und legst die vorbereiteten Filet’s in die Pfanne und zwar zuerst auf die Umschlagseite des Bacons.

KabeljauDen Fisch brätst Du von beiden Seiten so an, dass das Filet saftig, der Bacon kross und die Mehlierung knackig ist. Das hört sich jetzt schwieriger an, als es ist! Hat der Fisch eine gute Farbe, der Bacon ist knusprig, nimm die Pfanne vom Herd und lass Ihn ruhig noch ein wenig mit Deckel ziehen wenn Du das Gefühl hast, daß er noch ein wenig mehr Garzeit benötigt. Der kräftige Geschmack vom Bacon ist, ganz klar, Geschmackssache. Gerade Fischliebhaber mögen dies verurteilen, ich mache es so, wie ich gerade lustig bin. Probiere es selbst ruhig mal mit mehr oder weniger Bacon aus. Du kann diese Nuance auch hervorragend variieren, indem Du z. B. den Bacon vorher auslässt und den Fisch dann in diesem Fett brätst, oder den Bacon unter dem Kabeljau beim Braten platzierst. Du kannst ihn dann nach Bedarf vorzeitig herausnehmen und so das Baconaroma stärker oder schwächer zur Geltung bringen.
Hast Du mal ein kritisches Publikum, dann sautiere den  Bacon einfach separat und leg ihn dann bei Bedarf kunstvoll auf oder neben den Fisch.
So oder so, „isset lecka“.

IMG_1850 (1)Während der Fisch brutzelt, kannst Du Dich um die Vinaigrette kümmern: Einfach frische Chili/Peperoni (je nach Geschmack und Schärfeverträglichkeit) entkernen und fein hacken, Zitronensaft einer halben Zitronen beigeben, Zucker, Olivenöl und Pfeffer zu einer Emulsion schlagen. Achte darauf, dass diese eine gute Textur hat und nicht so flüssig wird. Notfalls kannst Du mit ein wenig Senf (1 TL) tricksen. Dann fügst Du den frischen Dill hinzu.

Den fertigen Fisch richtest Du nun nur noch auf dem Teller an, die Vinaigrette kannst Du z. B. als dekorative Hotspots neben dem Fisch auf den Teller bringen. Du kannst aber auch direkt den Fisch damit beträufeln oder ganz pragmatisch einen Saucenspiegel verwenden – na klar, geht alles. So, das war’s.

🙂 Bon appétit!

Anmerkung: Du kannst natürlich jeden Fisch verwenden. Wie auf dem Bild zu sehen ist, hat sich ein blinder Passagier mit in die Pfanne geschmuggelt. Der Seeteufel war aber auch sehr lecker.

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